Ausflug in den Hessenpark

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Lesen Sie hier den lebhaft geschilderten Bericht einer Teilnehmerin:

Am 18.8. fuhren wir alle im Zuge unseres Sommerfestes in den Hessenpark. Wir alle – das bedeutete in dem Fall über 60 ehrenamtliche, sowie hauptamtliche Helfer und natürlich Flüchtlinge, alle Angehörige oder Freunde des „Freundeskreis Asyl“ in Königstein. Um 14 Uhr trafen wir uns an der Stadtmitte, um alsbald von zwei Reisebussen abgeholt zu werden.

Auf der Fahrt über den alten Limes unterhielten sich Jung und Alt, Deutsche und Ausländer, und auch die Busfahrer gaben interessante Kommentare zu der Umgebung ab und machten uns auf den als gesamten Wald sichtbaren Taunus aufmerksam. Erfreulicherweise kamen viele Flüchtlinge, die sich untereinander noch nicht kannten, da sie aus unterschiedlichen Unterkünften kommen und auch viele Familien, was zu einem schönen, regen Austausch besonders unter den jungen Müttern führte. Nachdem wir eine halbe Stunde damit verbracht hatten, uns die Umgebung anzuschauen und auch die Shops zu besichtigen (gerade der Bäcker ist für sein tolles Brot bekannt), gingen auch schon die Führungen los, wofür wir uns in vier Gruppen aufteilten.

Noch hatte das Wetter gehalten, aber nach etwa zwanzig Minuten fing ein Regenguss an, der leider so schnell auch kein Ende mehr nehmen wollte. Doch selbst dadurch wurde die gute Stimmung nicht eingedämmt. Die Führung war besonders für die Flüchtlinge eine interessante Mischung aus bekannten Lebensumständen und völlig neuen, erstaunlichen Informationen: so erklärte eine Geflüchtete, Plumpsklos seien in ihrem Heimatland auch noch normal, war aber kurz darauf von einem nachgestellten Schlaf- und Wohnzimmer so irritiert, dass sie rief: „Waas? In so einem Bett können doch nicht Eltern UND Kinder gleichzeitig schlafen?“ Auch die Frage, wie es denn früher mit Internet in den Häusern stand und wieso man Butter selber machen musste kam des Öfteren. Ein weiteres Highlight der Führung waren die Pflanzen, da man, wie uns die Führerin erklärte, damals Hanf angebaut hatte um besonders haltbare Kleidung herzustellen. Dies führte zu irritierten Blicken aus der älteren Generation und Selfies mit den Blättern aus der jüngeren.

Nachdem die informativen, aber auch lustig gestalteten Führungen beendet und wir teils mehr, teils weniger durchnässt waren, ging es noch auf einen kleinen Abstecher in das „Wirtshaus zum Adler“ in dem wir uns bei vorbereitetem Apfelkuchen, Tee, Kaffee und Saft aufwärmen konnten. Der große Raum, eigens für uns reserviert, war gefüllt von Stimmengewirr, Lachen und Fetzen verschiedener Sprachen, während Kinder umherliefen und die Jugendlichen Karten spielten. Auch die Kellner waren sichtlich beeindruckt und erfreut von der vor Energie und Fröhlichkeit sprühenden Gesellschaft. Mehr und mehr junge Frauen beschlossen, sich gemeinsam zu engagieren und in diesem Zug Essen für das Volksfest am darauffolgenden Sonntag an der Königsteiner Stadtmitte zu kochen, wo der Freundeskreis Asyl einen gut besuchten Stand unterhielt. So kamen sich nicht nur Deutsche und Geflüchtete, sondern auch aus unterschiedlichen Ländern stammende Flüchtlinge untereinander näher. Als wir alle ausreichend gestärkt waren und auf dem Parkplatz noch ein eiliges Gruppenbild geschossen hatten (es regnete zwar nicht mehr so stark, aber wir wollten doch ungern länger in der Kälte bleiben als nötig), ging es zurück nach Königstein, wo sich alle nach dem Austauschen von Adressen und Kontakten mit dem Versprechen auf ein baldiges Wiedersehen verabschiedeten.

Wir hoffen auf viele weitere schöne Ausflüge mit dem Freundeskreis!

Impressionen vom Ausflug:

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