Fragen und Antworten

 

Wieviele Geflüchtete leben in Königstein?

Bis Dezember 2017 sind rund 231 Geflüchtete nach Königstein gekommen.

 

Wo sind die Geflüchteten in Königstein untergebracht?

Die Flüchtlinge sind derzeit in einer Wohnanlage in der Georg Pingler Straße, in Häusern "Am Kaltenborn", im ehemaligen Hotel "Hirsch" in der Innenstadt, im "Haus Michael" und in einzelnen Wohnungen im Stadtgebiet untergebracht. Für anerkannte Flüchtlinge wird bezahlbarer Wohnraum gesucht - wenn Sie sich informieren möchten oder überlegen, Ihre Immobilie anzubieten oder bei der Suche (vielleicht auch aus professioneller Sicht) helfen wollen, lesen Sie hier mehr: Wohnungssuche

 

Wie werden die Geflüchteten betreut?

Ansprechpartner für alle rechtlichen und behördlichen Themen ist die Stadt Königstein und hier im Speziellen Moris Samen, Bereich Fachdienst Asyl. Desweiteren Frank Müller, Monika Mosch und Hermann-Josef Lenerz als Bereichsleiter Soziales der Stadt Königstein. Der Freundeskreis Asyl stellt jedem alleinstehenden Flüchtling und jeder Familie einen Paten an die Seite. Informieren Sie sich hier ausführlich: Patenprogramm.

 

Ich möchte helfen, an wen soll ich mich wenden?

Der Freundeskreis Asyl freut sich über Spenden und vor allem über weitere Unterstützer. Am besten senden Sie eine E-mail mit Ihren Kontaktdaten an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen.

 

Welche Sozialleistungen stehen den Geflüchteten zu?

Asylbewerber besitzen nur ein zeitlich befristetes Aufenthaltsrecht in Deutschland, die sog. "Aufenthaltsgestattung". Sie erhalten Sozialleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Danach hat jeder erwachsene Asylsuchende Anspruch auf eine Unterkunft über das Sozialamt. Weiter erhält er monatlich 362 Euro brutto (Haushaltsangehörige: 260 Euro) abzüglich einer Nebenkosten-Pauschale (eine Erhöhung dieser Beträge ist vorgesehen). Danach stehen derzeit in etwa 330 Euro zur Verfügung, wovon die Kosten für Nahrung, Kleidung, Telefon etc. bezahlt werden müssen. Sie erhalten zudem pro Quartal einen Krankenschein für Behandlungen bei akuten Beschwerden und einen Krankenschein für Zahnarztbesuch.

Asylbewerber haben keinen Anspruch auf staatlich geförderten Deutschunterricht, weshalb hier die ehrenamtlichen oder durch Spenden finanzierte Kurse besondere Bedeutung haben. Erst nachdem positiv über ihren Asylantrag entschieden wurde, haben Asylanten Anspruch auf "normale" Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch SGB II, was insbesondere die Leistungen nach Hartz IV sowie die Teilnahme an einem verpflichtenden Integrationskurs beinhaltet (600 bis maximal 900 Stunden Deutschunterricht sowie 45 Stunden Einführung in die Rechtsordnung, Kultur und Geschichte Deutschlands). Hierfür müssen sie einen entsprechenden Antrag beim Landratsamt stellen. Bis zur Entscheidung über einen Asylantrag können viele Monate, im Extremfall ein bis zwei Jahre vergehen. Nur für Asylbewerber aus Syrien wurde kürzlich ein beschleunigtes Verfahren eingeführt, das lediglich ca. zwei Monate dauert.

 

Welcher Beschäftigung dürfen Asylbewerber nachgehen?

Solange die erste Stufe des Aufenthaltsrechts, die sog. Aufenthaltsgestattung, wirksam ist, sind folgende Beschäftigungen möglich:

a. Ohne Wartezeiten sind Hilfstätigkeiten bei öffentlichen Arbeitgebern (z.B. Stadt) möglich, sie werden mit 1.05 € pro Stunde vergütet.

b. Nach 3 Monaten können je nach Alter, Ausbildung, Gesundheitszustand verschiedene Richtungen eingeschlagen werden:

  • Praktika, um in einen Beruf zu schnuppern, meist ohne Bezahlung.
  • Klassische Berufsausbildung.
  • 450.-€ Minijobs/Teilzeitarbeit.

Für alle diese drei Möglichkeiten suchen wir Angebote - bitte melden Sie sich hier: Arbeitssuche. Der Gesetzgeber schreibt ausdrücklich vor, dass diese Minijobs nur im Helferbereich sein dürfen und die Asylbewerber gegenüber Deutschen und EU – Bürgern von der Arbeitsagentur nachrangig behandelt werden. Alle Arbeitsverhältnisse müssen in einem Arbeitsgenehmigungsverfahren von der Ausländerbehörde HTK und der Arbeitsagentur genehmigt werden. Nach Zuerkennung des Asylstatus, also der Flüchtlingseigenschaft mit drei Jahren Aufenthaltserlaubnis, sind normale Arbeitsverhältnisse ohne Nachrangigkeit möglich.