Zur Information

Der Gesetzgeber schreibt ausdrücklich vor, dass Minijobs nur im Helferbereich angeboten werden dürfen und die Asylbewerber gegenüber Deutschen und EU–Bürgern von der Arbeitsagentur nachrangig behandelt werden.

Alle Arbeitsverhältnisse müssen in einem Arbeitsgenehmigungsverfahren von der Ausländerbehörde HTK und der Arbeitsagentur genehmigt werden.

Bearbeitungszeiten erfahrungsgemäß nicht unter 8 Wochen!

Suche nach Arbeitsmöglichkeiten

Der Freundeskreis Asyl bemüht sich, alle arbeitsfähigen Asylbewerber nach ihrer Zuweisung nach Königstein an den deutschen Arbeitsmarkt in ersten Schritten heranzuführen.

Während der Aufenthaltsgestattung, der ersten Stufe des Aufenthaltsrechts, sind folgende Beschäftigungen möglich:

a. Ohne Wartezeiten sind Hilfstätigkeiten bei öffentlichen Arbeitgebern (z.B. Stadt) möglich, sie werden mit 1.05 € pro Stunde vergütet.

b. Nach 3 Monaten können je nach Alter, Ausbildung, Gesundheitszustand verschiedene Richtungen eingeschlagen werden:

  • Praktika, um in einen Beruf zu schnuppern, meist ohne Bezahlung
  • Klassische Berufsausbildung
  • 450 € Minijobs/Teilzeitarbeit

Nach Zuerkennung des Asylstatus, also der Flüchtlingseigenschaft mit drei Jahren Aufenthaltserlaubnis, sind normale Arbeitsverhältnisse ohne Nachrangigkeit möglich.

Paten helfen

Auch bei der Suche nach Beschäftigungsmöglichkeiten spielen die den Asylbewerbern zugeteilten Paten eine große Rolle. Sie können am besten den zeitgerechten Anstoß für die ersten Schritte in den Arbeitsmarkt geben. Die gesetzliche Frist von drei Monaten kann aus Erfahrung des Freundeskreises Asyl nur ein Anhaltspunkt sein. Es sind viele Kriterien, wie Gesundheitszustand, Deutschkenntnisse, familiäre Inanspruchnahme, frühere berufliche Erfahrung usw., zu beachten. Hilfreich ist, wenn der Pate auch nach Abschluss eines Arbeitsvertrags seinen Schützling bei den ersten Schritten im Arbeitsleben berät und begleitet.